10 Tipps, die Sie beim Drohnenfliegen beachten sollten
Zuletzt geändert: 1. Juli 2026
Endlich die neue Drohne in den Händen halten! Viele Hobbypiloten haben diesen Moment lange herbeigesehnt. Doch bevor der kleine Flieger in die Lüfte steigt, sollten Sie erst einmal ein paar wichtige Punkte berücksichtigen. Denn auch für Drohnenpiloten gelten Vorschriften. Welche Regeln Sie beachten sollten und wo das Fliegen erlaubt ist, erfahren Sie in unserer Checkliste.
Laut Luftfahrt-Bundesamt gelten Drohnen als „unbemanntes Luftfahrzeugsystem“ (UAS – unmanned aircraft system). Und genauso, wie
1. Klären Sie, ob Sie einen Drohnenführerschein brauchen
Dass man für das Fahren eines Autos einen Führerschein benötigt, weiß jeder. Weniger bekannt ist, dass auch für das Steuern einer Drohne ein entsprechender Nachweis erforderlich sein kann. Welche Voraussetzungen gelten, hängt vor allem vom Gewicht und der Kategorie der Drohne ab:
- Unter 250 g: meist kein Drohnenführerschein nötig
- Ab 250 g: in der Regel EU-Kompetenznachweis A1/A3
- Für bestimmte Drohnen bis 4 kg und Flüge näher an Menschen: zusätzlich EU-Fernpilotenzeugnis A2
Weitere Drohnenkategorien finden Sie auf der Website der Deutschen Flugsicherung.
2. Beachten Sie beim Drohnenfliegen das Mindestalter
Ihr Sohn oder Ihre Tochter hat zum Geburtstag eine Drohne bekommen? Dann ist folgender Aspekt wichtig: Für den Betrieb von Drohnen gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 16 Jahren. Jüngere Kinder und Jugendliche dürfen Drohnen nur unter direkter Aufsicht eines Erwachsenen fliegen.
3. Registrieren Sie Ihre Drohne vor dem ersten Start
Für Drohnen gilt eine Registrierungspflicht. Diese gilt in folgenden Fällen:
- Ihre Drohne wiegt 250 g oder mehr.
- Ihre Drohne wiegt weniger als 250 g, ist jedoch mit einer Kamera oder einem anderen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten ausgestattet.
Nach der Registrierung erhalten Sie eine elektronische Betreiber-ID (eID), die an der Drohne angebracht werden muss. Registrieren können Sie sich beim Luftfahrt-Bundesamt.
4. Schließen Sie eine Versicherung für Ihre Drohne ab
An diesem Schritt führt für Drohnenpiloten kein Weg vorbei: Für jede Drohne ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß oder schwer die Drohne ist oder ob sie privat oder gewerblich genutzt wird.
Sie suchen noch nach einem passenden Versicherungsschutz? Mit der Privathaftpflicht Plus von InShared sind auch privat genutzte Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 5 kg mitversichert. So können Sie Ihre Drohne mit einem guten Gefühl starten und brauchen sich nicht vor kleinen Missgeschicken zu fürchten.
5. Beobachten Sie das Wetter vor dem Start Ihrer Drohne
Starker Wind, Regen oder Nebel können die Steuerung einer Drohne erheblich erschweren und die Flugsicherheit beeinträchtigen. Informieren Sie sich daher vor jedem Flug über die aktuellen Wetterbedingungen und starten Sie nur bei ausreichender Sicht und geeigneten Flugverhältnissen.
Besonders starker Wind wird von vielen Einsteigern unterschätzt. Während die Bedingungen am Boden noch harmlos erscheinen, können in größerer Höhe deutlich stärkere Böen auftreten. Diese belasten nicht nur den Akku stärker, sondern können auch die Kontrolle über die Drohne erschweren. Ein kurzer Blick auf die Wettervorhersage kann daher helfen, Unfälle und Schäden zu vermeiden.
6. Achten Sie auf die Flughöhe
In der Euphorie der ersten Flugversuche können geltende Regeln schnell mal übersehen werden. Doch vergessen Sie bitte nicht: Ohne besondere Genehmigung dürfen Drohnen in Deutschland grundsätzlich nicht höher als 120 m über dem Boden fliegen.
Die meisten modernen Drohnen zeigen die aktuelle Flughöhe in der App oder auf dem Display der Fernsteuerung an. Häufig lässt sich zudem eine maximale Flughöhe einstellen, sodass die Drohne die erlaubte Grenze gar nicht erst überschreiten kann. Vor dem Start lohnt sich daher ein kurzer Blick in die Einstellungen.
7. Behalten Sie Sichtkontakt mit Ihrer Drohne
Ist die Drohne erst einmal aufgestiegen, kann man sie leicht aus den Augen verlieren. Denn die meisten Hobbydrohnen sind relativ klein und filigran. Dabei gilt: Die europäische Drohnenverordnung verlangt, dass die Drohne während des gesamten Fluges in direkter Sichtweite des Piloten bleibt. Fachleute sprechen hierbei von „Visual Line of Sight“ (VLOS).
Sie müssen Ihre Drohne also jederzeit mit bloßem Auge erkennen und ihre Fluglage einschätzen können. Flüge außerhalb der Sichtweite erfordern besondere Genehmigungen.
8. Halten Sie sich an die Flugverbotszonen
Besondere Einschränkungen für den Betrieb von Drohnen gelten unter anderem in der Nähe von:
- Menschenansammlungen
- Flughäfen und Flugplätzen
- Polizei-, Feuerwehr- und Rettungseinsätzen
- Militärische Anlagen
- Justizvollzugsanstalten
- Kritischen Infrastrukturen (z. B. Kraftwerke)
- Naturschutzgebieten und Nationalparks
Für viele dieser Bereiche sind Genehmigungen erforderlich oder der Flug mit einer Drohne ist dort vollständig verboten.
9. Prüfen Sie, ob sich ein Flughafen in der Nähe befindet
Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Flughäfen geboten. Dort teilen sich Drohnen und bemannte Luftfahrzeuge denselben Luftraum, weshalb strenge Sicherheitsvorschriften gelten.
Bevor Sie Ihre Drohne starten: Prüfen Sie, ob sich Ihr geplanter Flugort in einer Flugverbots- oder Kontrollzone befindet. Spezielle Drohnen-Apps wie TraX oder die Karten der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (DIPUL) helfen dabei, entsprechende Einschränkungen frühzeitig zu erkennen. Wer die Regeln missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern gefährdet unter Umständen auch die Sicherheit des Luftverkehrs.
10. Respektieren Sie die Privatsphäre anderer Menschen
Eine Drohne ist häufig mit einer Kamera ausgestattet. Diese ermöglicht beeindruckende Luftaufnahmen, auf die man später stolz sein kann. Beim Fotografieren oder Filmen sollten Sie jedoch stets die Privatsphäre anderer Menschen respektieren. Denn auch hier gelten Persönlichkeitsrechte und Datenschutzvorschriften. Das bedeutet: Personen dürfen nicht ohne Weiteres identifizierbar aufgenommen oder gefilmt werden.
Achten Sie daher darauf, unbeteiligte Personen möglichst nicht zu erfassen oder vor einer Veröffentlichung unkenntlich zu machen. So vermeiden Sie rechtliche Probleme und mögliche Bußgelder.
Wenn Sie diese 10 Punkte rund um das Drohnenfliegen beherzigen, steht einem sicheren Start nichts mehr im Weg. Mit der unserer Privathaftpflichtversicherung Plus haben Sie einen verlässlichen Schutz an Ihrer Seite, falls doch einmal etwas schiefgeht.
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