Maut in Kroatien: alles zur Bezahlung und dem neuen Free-Flow-System
Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Dabei reisen rund 80 % der
Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Dabei reisen rund 80 % der
Anders als in vielen anderen beliebten Urlaubsländern, etwa der Schweiz, benötigen Sie in Kroatien keine Vignette für die Autobahn. Allerdings reisen viele Urlauber über Österreich an – und damit kommen Sie um die Vignette doch nicht ganz herum.
In Kroatien selbst wird die Autobahnmaut streckenabhängig berechnet, ähnlich wie in Italien oder Frankreich. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse. Motorräder zahlen weniger als Pkw, während für Wohnmobile, Fahrzeuge mit Anhänger oder größere Fahrzeuge höhere Tarife gelten.
Sie möchten auch im Urlaub Geld sparen? Da in Kroatien vor allem Autobahnen mautpflichtig sind, können Schnell- und Landstraßen eine günstigere Alternative sein. Kleiner Wermutstropfen: Die Fahrzeit kann sich dadurch deutlich verlängern. Außerdem führen viele Ausweichstrecken durch kleinere Orte oder über kurvige Küsten- und Bergstraßen. Wer nicht in Eile ist, wird dafür aber mit schönen Ausblicken und einem authentischen Urlaubserlebnis belohnt.
Mautpflichtig sind in Kroatien vor allem die Autobahnen, die mit einem „A“ gekennzeichnet sind. Die für Urlauber wichtigsten Routen sind:
Die Maut in Kroatien wird in der Regel direkt an den Mautstationen bezahlt. Beim Auffahren auf die Autobahn ziehen Sie ein Ticket, das Sie bei der Ausfahrt wieder abgeben. Auf dieser Grundlage wird die Gebühr für die tatsächlich gefahrene Strecke berechnet.
Bezahlt werden kann meist bar oder mit Kredit- beziehungsweise Debitkarte. Wer regelmäßig oder besonders schnell durch die Mautstellen fahren möchte, kann außerdem ein elektronisches Mautsystem nutzen (siehe nächsten Punkt). Damit wird die Gebühr automatisch erfasst und abgerechnet. So lässt sich auch – vor allem während der der Hauptreisezeit – der Stau an den Mautstation vermeiden.
Ja, vor allem für Reisende, die regelmäßig auf kroatischen Autobahnen unterwegs sind oder mehrere Länder durchqueren, lohnt sich eine Mautbox. Mit einem solchen Transponder fahren Sie deutlich schneller durch die Mautstationen, da Sie kein Ticket ziehen und nicht vor Ort bezahlen müssen. Außerdem sind Sie besser auf die neuen Free-Flow-Strecken vorbereitet, die ab Herbst 2026 schrittweise eingeführt und ab März 2027 flächendeckend genutzt werden sollen. Das spart eine Menge Stress!
Die kroatische Mautbox ENC ist an den offiziellen Verkaufsstellen des Autobahnbetreibers Hrvatske autoceste (HAC) erhältlich. Sie kann aber auch online bestellt werden; die Informationen dazu sind unter anderem auf Englisch verfügbar.
Als Alternative zur offiziellen kroatischen ENC-Mautbox bieten einige Anbieter europäische Mautboxen an, die beispielsweise in Frankreich, Italien, Spanien oder Portugal genutzt werden können. Ob und welche dieser Systeme künftig auch das neue kroatische Free-Flow-System unterstützen werden, bleibt abzuwarten.
In Frankreich gibt es dieses Free-Flow-System bereits auf einigen Autobahnen: Statt klassischer Mautstationen mit Schranken erfassen Kameras und Sensoren das Kennzeichen oder die Mautbox des Fahrzeugs. Autofahrer müssen also nicht mehr anhalten, sondern können im fließenden Verkehr weiterfahren. Der Nachteil: Solche Strecken sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wer die Maut nicht rechtzeitig bezahlt oder sein Fahrzeug nicht korrekt registriert hat, muss mit Zusatzgebühren und unter Umständen auch mit Bußgeldern rechnen.
Auch Kroatien stellt sein Mautsystem auf ein solches Free-Flow-Verfahren um. Das neue elektronische Mautsystem heißt Crolibertas und soll schrittweise auf den kroatischen Autobahnen eingeführt werden. Es ist als einheitliches System für die Autobahnen der Betreiber Hrvatske autoceste (HAC), Bina Istra und Autocesta Zagreb–Macelj vorgesehen.
Die Abrechnung erfolgt künftig auf zwei Wegen: entweder über eine elektronische Mautbox (ENC), die mit Sensoren entlang der Strecke kommuniziert, oder über eine automatische Kennzeichenerkennung mittels Kameras. Dadurch sollen Staus an den Mautstationen der Vergangenheit angehören.
Wer keine Mautbox nutzt, wird die Gebühr ab Herbst 2026 voraussichtlich nach der Fahrt online oder über eine App begleichen können. Das Kennzeichen dient dabei als Grundlage für die Zuordnung der Mautkosten. Wichtig ist, die Zahlung innerhalb der vorgegebenen Frist vorzunehmen. Andernfalls können zusätzliche Gebühren oder sogar Bußgelder fällig werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Crolibertas-Website.
Nun haben Sie einen guten Überblick über die Mautgebühren auf den kroatischen Autobahnen. Doch bevor Sie in den Urlaub starten, sollten Sie Ihren Versicherungsschutz vervollständigen: Schon an einen Auslandsschadenschutz und eine Pannenhilfe gedacht? Mit diesen sinnvollen Zusatzleistungen zur Kfz-Versicherung sind Sie auch im Ausland rundum abgesichert. Und mit der passenden Privathaftpflichtversicherung können Sie den Urlaub umso sorgenfreier genießen.