Deutschland: Umweltplakette an der Windschutzscheibe
In Deutschland gibt es Umweltzonen in zahlreichen Städten. Für die Einfahrt wird in der Regel die grüne Umweltplakette benötigt. Sie weist die Schadstoffklasse des Fahrzeugs aus und muss gut sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht sein.
Sie besitzen noch keine Umweltplakette? Diese erhalten Sie unter anderem bei Kfz-Zulassungsstellen, Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA sowie bei vielen Kfz-Werkstätten. Wer ohne gültige Plakette in eine Umweltzone fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Frankreich: Crit'Air-Vignette erforderlich
Frankreich setzt – neben Mautgebühren auf Autobahnen – auf die Crit'Air-Vignette in Städten. Sie ordnet Fahrzeuge entsprechend ihrer Emissionsklasse ein und ist für die Einfahrt in viele Umweltzonen, sogenannte Zones à Faibles Émissions (ZFE), vorgeschrieben. Zu den Städten und Ballungsräumen mit Umweltzonen gehören unter anderem Paris, Lyon, Marseille, Straßburg, Toulouse, Montpellier, Grenoble sowie Rennes und Brest. Je nach Stadt und Luftqualität können unterschiedliche Zufahrtsbeschränkungen gelten. Die Crit'Air-Vignette sollte deshalb bereits vor Reiseantritt online beantragt werden.
Belgien: Online-Registrierung nicht vergessen
Belgien verfolgt einen anderen Ansatz als viele Nachbarländer. In den städtischen Umweltzonen (Low Emission Zones, kurz LEZ) benötigen ausländische Fahrzeuge keine Umweltplakette. Stattdessen müssen sie vor der Einfahrt online registriert werden. Die Registrierung ist in der Regel kostenlos. Je nach Stadt gelten jedoch unterschiedliche Regelungen und Gültigkeitsdauern.
Umweltzonen gibt es unter anderem in Brüssel, Antwerpen und Gent. Besonders die Umweltzone Antwerpen betrifft viele Urlauber auf der Durchreise in die Niederlande oder an die belgische Nordseeküste. Fahren Sie mit einem ausländischen Fahrzeug in die LEZ Antwerpen ein, ist eine vorherige Online-Registrierung erforderlich. Außerdem gibt es im Liefkenshoektunnel bei Antwerpen Maut zu beachten.
Nehmen Sie die Registrierung möglichst vor Reiseantritt vor. Andernfalls drohen hohe Bußgelder. In Brüssel beträgt das Bußgeld für ein nicht registriertes ausländisches Fahrzeug derzeit 150 €.
Niederlande: Diesel-Autofahrer aufgepasst
Auch in den Niederlanden gibt es Umweltzonen. Sie betreffen vor allem ältere Dieselfahrzeuge. Gleichzeitig entstehen in vielen Städten zunehmend emissionsfreie Zonen für den Lieferverkehr. Für die meisten Urlauber mit einem modernen Pkw ergeben sich derzeit nur wenige Einschränkungen. Dennoch lohnt sich vor der Reise ein Blick auf die Vorschriften der jeweiligen Stadt. Erfahren Sie hier mehr über die Mautregelungen in den Niederlanden .
Italien: verkehrsbeschränkte Zonen, Umweltzonen und City-Maut
Italien verfügt über ein paar Mautregelungen: es gibt City-Maut-Zonen und sogenannte „Zone a Traffico Limitato" (ZTL). Dabei handelt es sich um verkehrsbeschränkte Bereiche, die vor allem in historischen Innenstädten eingerichtet wurden. Viele ZTL dürfen ausschließlich von Anwohnern oder Fahrzeugen mit einer besonderen Genehmigung befahren werden. Zusätzlich gelten in einigen Regionen emissionsabhängige Umweltzonen. Da die Regelungen regional sehr unterschiedlich sind, sollten Sie sich vorab auf der Website der jeweiligen Stadt genau informieren.
Spanien: Online-Registrierung in größeren Städten
In Spanien wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche „Zonas de Bajas Emisiones“ (ZBE) eingeführt. In größeren Städten wie Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla oder Málaga sollten Spanienurlauber daher die Umweltzonen beachten.
Welche Fahrzeuge einfahren dürfen, richtet sich nach den örtlichen Vorschriften. Für ausländische Fahrzeuge gelten je nach Stadt unterschiedliche Regelungen: Während manche Kommunen Umweltplaketten aus bestimmten europäischen Ländern anerkennen, verlangen andere eine vorherige Online-Registrierung. Informieren Sie sich daher vor Ihrer Reise über die Bestimmungen an Ihrem Reiseziel und über die Mautregelungen in Spanien.
Portugal: Umweltzonen vor allem in Lissabon
Wer mit dem Auto Richtung Süden unterwegs ist und seinen Urlaub in Portugal verbringt, sollte – neben den Autobahngebühren – vor allem die Umweltzonen in Lissabon und Porto beachten. Dort gelten für ältere Fahrzeuge Zufahrtsbeschränkungen in Teilen der Innenstadt. Künftig könnten weitere Städte ähnliche Maßnahmen einführen. Bitte beachten Sie: Die Zufahrtsbeschränkungen richten sich nach der Emissionsklasse des Fahrzeugs und werden lokal geregelt. Weitere Infos gibt es u. a. auf der Website der Stadt Lissabon.
Dänemark: grünes Licht für moderne Fahrzeuge
Die dänischen Umweltzonen befinden sich unter anderem in Kopenhagen, Aarhus, Aalborg und Odense. Sie betreffen auch Diesel-Pkw sowie ältere Diesel-Lkw, Busse und Transporter.
Für die meisten Urlauber mit einem modernen Pkw der wichtigsten Automarken bestehen derzeit keine besonderen Einschränkungen. Ältere Diesel-Fahrzeuge müssen jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen. Ein Diesel-Pkw darf eine Umweltzone nur befahren, wenn er mindestens Euro 5 erfüllt oder mit einem entsprechenden Partikelfilter ausgestattet ist. Das gilt ausdrücklich auch für ausländische Fahrzeuge.
Schweden: vor allem ältere Diesel betroffen
Auch in Schweden haben Kommunen Umweltzonen (Miljözoner) ausgewiesen, um die Luftqualität zu verbessern. Diese gibt es u. a. in Stockholm, Göteborg und Malmö.
Welche Fahrzeuge eine Umweltzone befahren dürfen, richtet sich nach der jeweiligen Zone und der Emissionsklasse des Fahrzeugs. Aktuelle Informationen zu den Vorschriften sowie zu den betroffenen Städten veröffentlicht die schwedische Verkehrsbehörde Transportstyrelsen. Da die Website vor allem auf Schwedisch verfügbar ist, kann zusätzlich die Plattform „Urban Access Regulations in Europe“ hilfreich sein. In englischer Sprache gibt „Urban Access Regulations in Europe” darüber Auskunft.
Österreich: keine Umweltzone, aber eine Vignette
Österreich kennt Umweltzonen hauptsächlich für Lastkraftwagen. Für private Pkw bestehen derzeit keine flächendeckenden Umweltzonen wie in Deutschland oder Frankreich. Komplett kostenlos ist die Autofahrt durch Österreich dennoch nicht. Wer auf der Autobahn unterwegs ist, braucht eine Vignette.
Norwegen: Maßnahmen bei hoher Luftverschmutzung
Norwegen kennt keine klassischen Umweltzonen wie Deutschland oder Frankreich. Städte wie Oslo können jedoch bei hoher Luftverschmutzung zeitlich begrenzte Maßnahmen ergreifen, etwa ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge. Darüber hinaus gibt es in einigen Städten emissionsabhängige Mautregelungen.